Praxis-Ratgeber

Die 6 besten Lieferando-Alternativen für Restaurants 2026

Die beste Lieferando-Alternative hängt davon ab, was dein Restaurant gerade braucht: einen eigenen Bestellshop, zusätzliche Reichweite, eine externe Lieferflotte oder einen Absatzweg für überschüssige Speisen. Dieser Vergleich trennt die Modelle und zeigt, für welchen Einsatz GastroSprint, DISH, Bolt Food, Wolt, Uber Eats und Too Good To Go gedacht sind.

Restaurantteam bearbeitet eigene Online-Bestellungen am Laptop und verpackt Abholbestellungen

Erst klären: Was soll die Alternative leisten?

Eine Lieferando-Alternative kann drei verschiedene Dinge meinen. Manche Restaurants suchen einen eigenen Bestellshop. Andere wollen auf einem weiteren Marktplatz erscheinen. Wieder andere haben genug direkte Bestellungen, brauchen aber Fahrer für die Auslieferung.

Diese Modelle lassen sich nicht sinnvoll in eine einzige Rangliste pressen. Ein Marktplatz kann neue Gäste erreichen, kostet aber meist mit jeder Bestellung. Ein eigener Shop braucht eigene Besucher, dafür bleibt das Restaurant im eigenen Auftritt. Eine Lieferflotte löst nur den Transport und ersetzt noch keinen Bestellshop.

Vor der Anbietersuche sollten deshalb drei Fragen beantwortet sein:

  1. Sollen neue Gäste über eine Plattform gefunden werden oder bekannte Gäste direkt bestellen?
  2. Liefert das Restaurant selbst oder wird eine externe Flotte gebraucht?
  3. Ist ein fester Monatspreis oder eine Gebühr pro Bestellung besser kalkulierbar?

Der GastroSprint-Vergleichsbereich stellt die Anbieter zusätzlich einzeln gegenüber. Dort stehen auch die offiziellen Quellen direkt an der jeweiligen Tabelle.

Die sechs Alternativen im schnellen Vergleich

Anbieter Modell Öffentlich sichtbare Kostenlogik Geeignet, wenn
GastroSprint Direkt Eigener Bestellshop ab 64 Euro netto monatlich, ein Monat Laufzeit, 0 Prozent GastroSprint-Bestellprovision Stammgäste und eigene Kanäle direkt bestellen lassen sollen
DISH Professional Order Eigener Bestellshop 49 bis 64 Euro netto monatlich je nach Laufzeit, 299 Euro Einrichtung, 1,89 Prozent bei Onlinezahlung ein Direktshop mit DISH-Umfeld gesucht wird
Bolt Food Internationaler Liefermarktplatz Händlerkonditionen im individuellen Partnerschaftsvertrag Reichweite über eine Bestell-App und Lieferung oder Abholung gefragt sind
Wolt Liefermarktplatz Provision pro abgeschlossener Bestellung, Satz im konkreten Angebot Reichweite in der Wolt-App und Kurierzugang gefragt sind
Uber Eats und Uber Direct Marktplatz plus Lieferlogistik 30 Prozent Uber-Lieferung, 14 Prozent Selbstzustellung oder Abholung, Direct ab 7,90 Euro je Lieferung Marktplatzreichweite oder einzelne Lieferaufträge gebraucht werden
Too Good To Go Marktplatz für überschüssige Speisen Konditionen bei der Registrierung und im Partnervertrag prüfen übrig gebliebene Speisen als Überraschungstüten zur Abholung verkauft werden sollen

Die Tabelle ist eine Vorauswahl, kein Vertragsvergleich. Preise und Leistungen können sich ändern. Lies vor einer Entscheidung das aktuelle Angebot samt Fußnoten, Laufzeit und Kündigungsregelung.

1. GastroSprint Direkt: eigener Bestellshop mit kurzer Laufzeit

GastroSprint richtet sich an Restaurants, die Bestellungen über den eigenen Auftritt annehmen möchten. Gäste gelangen über die Restaurantwebsite, das Google-Unternehmensprofil, Social Media oder einen QR-Code in den mobilen Shop. Lieferung und Abholung lassen sich im System abbilden. Das Restaurant pflegt Produkte, Extras, Öffnungszeiten und Lieferzonen im geschützten Dashboard.

GastroSprint Direkt ist ab 64 Euro netto pro Monat verfügbar. Die Vertragslaufzeit beträgt einen Monat. Auf Direktbestellungen fällt keine zusätzliche prozentuale GastroSprint-Bestellprovision an. Gebühren eines externen Zahlungsanbieters und ausdrücklich vereinbarte Zusatzleistungen gehören nicht zu dieser Provisionsaussage. Growth und Complete haben einen anderen Leistungsumfang und werden deshalb separat auf der Preisseite ausgewiesen.

GastroSprint passt, wenn ein Restaurant bereits eigene Kontakte zu Gästen hat und daraus mehr Direktbestellungen machen möchte. Der Shop erzeugt nicht automatisch die Reichweite eines großen Marktplatzes. Genau deshalb kann er auch parallel zu Lieferando oder Wolt eingesetzt werden.

Der GastroSprint-Preisüberblick zeigt den bestätigten Leistungsumfang. Für einen direkten Vergleich mit einem Portal hilft außerdem die Seite Lieferando-Alternative für Restaurants.

2. DISH Professional Order: Direktbestellungen mit mehreren Laufzeiten

DISH Professional Order ist ebenfalls ein eigener Bestellkanal. Das Bestellmodul lässt sich laut Anbieter in eine DISH-Website oder eine andere Restaurantwebsite einbinden. Restaurants steuern Speisekarte, Preise und Verfügbarkeit selbst.

Die offizielle Preisseite nennt drei Varianten. Bei 36 Monaten Laufzeit kostet DISH Professional Order 49 Euro netto pro Monat. Bei 12 Monaten sind es 59 Euro, bei 3 Monaten 64 Euro. Für neue Verträge nennt DISH zusätzlich 299 Euro netto Einrichtung. Auf Bestellungen fällt laut Anbieter keine Provision an. Bei Onlinezahlungen werden 1,89 Prozent des Bruttoumsatzes berechnet.

Damit ist der niedrigste Monatswert nur zusammen mit der längsten Laufzeit aussagekräftig. Wer flexibel bleiben möchte, sollte die gesamten Vertragskosten für 3, 12 und 36 Monate vergleichen. Auch die Einrichtungsgebühr und den Anteil der Onlinezahlungen solltest du einrechnen.

Der direkte Vergleich GastroSprint und DISH legt die veröffentlichten Werte nebeneinander.

3. Bolt Food: internationaler Liefermarktplatz

Bolt Food ist ein internationaler Liefermarktplatz. Restaurants erscheinen mit ihrem Profil in der Bolt Food App, in der Gäste nach Angeboten suchen und bestellen. Je nach Angebot am Standort sind Lieferung, Abholung oder beide Wege möglich.

Für die Registrierung verlangt Bolt Angaben zum Unternehmen und zum Standort. Danach folgen Partnerschaftsvertrag, Speisekarte, Produktbilder und die Prüfung der Angaben. Bestellungen lassen sich laut Partnerseite über Tablet, Smartphone oder eine angebundene Kasse verwalten.

Einen pauschalen Händlersatz nennt die geprüfte deutsche Partnerseite nicht. Auch die tatsächliche Verfügbarkeit muss für die jeweilige Stadt geklärt werden. Bolt Food ist deshalb keine direkte Alternative zum eigenen Bestellshop. Der Dienst kann ein zusätzlicher Marktplatzkanal sein, sofern Bolt das Restaurant am Standort annimmt und die individuellen Konditionen passen.

Mehr Details stehen im Vergleich GastroSprint und Bolt Food.

4. Wolt: Marktplatzreichweite und Kurierzugang

Wolt ist kein eigener Restaurantshop, sondern ein Liefermarktplatz. Gäste suchen in der Wolt-App nach Restaurants und bestellen dort. Das Restaurant erhält die Bestellungen in der Händler-App. Speisekarte, Preise und Öffnung lassen sich im Merchant Portal verwalten.

Wolt schreibt auf seiner deutschen Händlerseite, dass für abgeschlossene Bestellungen eine Provision anfällt. Ein pauschaler deutscher Prozentsatz steht auf der geprüften Seite nicht. Dieser Wert gehört deshalb aus dem konkreten Angebot in die Restaurantkalkulation.

Das Modell passt, wenn die Sichtbarkeit im Wolt-Marktplatz oder der Zugang zu Kurierpartnern wichtig ist. Für bekannte Gäste, die bereits über die eigene Website kommen, erfüllt ein Direktshop eine andere Aufgabe. Ein Restaurant kann beide Wege nutzen, sollte Bestellungen, Speisekarte und Verfügbarkeiten dann aber zuverlässig über mehrere Systeme pflegen.

Der Vergleich GastroSprint und Wolt zeigt diese Aufgabenteilung kompakt.

5. Uber Eats und Uber Direct: Marktplatz und Lieferung getrennt betrachten

Bei Uber müssen zwei Angebote unterschieden werden. Uber Eats ist der Marktplatz. Uber Direct übernimmt Lieferaufträge, die über einen eigenen Kanal des Restaurants entstanden sind.

Auf der offiziellen deutschen Preisseite stehen für den Uber Eats Marktplatz 30 Prozent bei Lieferung durch Uber, 14 Prozent bei Selbstzustellung und 14 Prozent bei Abholung. Für Uber One nennt die Seite abweichende Werte. Uber Direct startet bei 7,90 Euro pro Lieferung. Der tatsächliche Preis kann laut Uber unter anderem durch Entfernung, Geschwindigkeit, Region und Integration abweichen.

Uber Eats kann passen, wenn ein Restaurant Reichweite in der App sucht. Uber Direct ist eine mögliche Logistikleistung für eigene Bestellungen, aber kein Ersatz für den Bestellshop. Wer GastroSprint mit Uber Direct kombinieren möchte, muss die technische und vertragliche Umsetzung vorab prüfen. Eine solche Verbindung ist nicht automatisch Bestandteil des GastroSprint-Tarifs.

Im Vergleich GastroSprint und Uber Eats stehen Marktplatz, eigener Kanal und Lieferung in getrennten Zeilen.

6. Too Good To Go: Überschüsse statt regulärer Lieferbestellungen

Too Good To Go ist ein Marktplatz für überschüssige Lebensmittel. Restaurants stellen übrig gebliebene Speisen als Überraschungstüten in die App. Gäste reservieren und bezahlen dort und holen die Tüte im festgelegten Zeitraum im Restaurant ab.

Das Modell löst ein anderes Problem als GastroSprint, Lieferando oder Wolt. Es geht nicht um frei wählbare Gerichte aus der regulären Speisekarte und auch nicht um eine laufende Essenslieferung. Too Good To Go kann passen, wenn am Ende bestimmter Verkaufszeiten regelmäßig einwandfreie Speisen übrig bleiben und sich diese Mengen sinnvoll als Überraschungstüten zusammenstellen lassen.

Die öffentliche deutsche Geschäftsseite erklärt den Ablauf, nennt aber keine einheitlichen Partnerkosten für jeden Betrieb. Prüfe deshalb vor der Registrierung die aktuellen Konditionen, den Auszahlungsablauf und die Regeln für Preise und Abholzeiten. Für Restaurants ohne planbare Überschüsse bringt dieser zusätzliche Kanal wenig.

Die offizielle Partnerseite von Too Good To Go beschreibt den Marktplatz und den Ablauf für Restaurants.

Warum GloriaFood nicht mehr in dieser Top 6 steht

Ältere Bestenlisten nennen häufig GloriaFood als kostenlose Lieferando-Alternative. Die eigene GloriaFood-Startseite meldet inzwischen, dass der Dienst eingestellt wurde und keine neuen Anmeldungen mehr annimmt.

Für Restaurants, die heute ein System auswählen, ist GloriaFood daher keine reguläre Neuoption. Bestehende Nutzer sollten ihren Kontostatus, Datenexport und aktive Bestelllinks direkt mit dem Anbieter klären. Der Statusvergleich GastroSprint und GloriaFood fasst die Konsequenzen zusammen.

So vergleichst du die Angebote mit deinen Zahlen

Beginne nicht mit der niedrigsten Zahl auf einer Preisseite. Schreibe für jedes Angebot dieselben Kostenblöcke auf:

  • Monatsgebühr und gesamte Kosten der Mindestlaufzeit
  • Einrichtung, Hardware und optionale Zusatzleistungen
  • Provision oder feste Gebühr pro Bestellung
  • Gebühren für Onlinezahlungen
  • Kosten der eigenen oder externen Lieferung
  • interner Aufwand für Speisekarte, Bestellungen und mehrere Geräte

Für ein Provisionsmodell brauchst du die erwartete Zahl der Bestellungen und den durchschnittlichen Warenkorb. Multipliziere beides zum Monatsumsatz und wende darauf den Satz aus deinem Angebot an. Ergänze anschließend feste Gebühren und Lieferkosten.

Bei einem Direktbestellsystem zählt zusätzlich, wie Gäste den Shop finden. Website, Google-Unternehmensprofil, Social Media, Verpackungen und QR-Codes können direkte Bestellungen bringen. Ohne einen klaren Weg zum Shop bleibt auch ein günstiges System ungenutzt.

Der Ratgeber Kosten eines Online-Bestellsystems enthält eine ausführliche Prüflogik. Der GastroSprint-Rechner auf der Preisseite hilft bei einem ersten Szenario, ersetzt aber kein individuelles Angebot.

Mehrere Kanäle können verschiedene Aufgaben übernehmen

Ein Restaurant muss sich nicht immer zwischen Portal und Direktshop entscheiden. Ein Marktplatz kann neue Gäste erreichen. Auf der eigenen Website bestellen bekannte Gäste direkt. Bei Bedarf lässt sich die Lieferung separat organisieren.

Diese Kombination funktioniert nur, wenn das Team sie im Alltag beherrscht. Speisekarten, Preise, ausverkaufte Produkte und Öffnungszeiten dürfen nicht in mehreren Systemen auseinanderlaufen. Prüfe deshalb vor dem Start, wer welchen Kanal pflegt und wie eingehende Bestellungen im Betrieb zusammengeführt werden.

Wenn du GastroSprint mit einem vorhandenen Portalangebot vergleichen möchtest, kannst du eine kostenlose Demo anfragen. Bringe die aktuellen Konditionen und deine Restaurantzahlen mit. Dann lassen sich Bestellweg, Kosten und offene Funktionen konkret abgleichen.

Häufige Fragen

Welche Lieferando-Alternative ist für ein kleines Restaurant sinnvoll?

Wenn bekannte Gäste direkt bestellen sollen, ist ein eigener Bestellshop mit überschaubarer Laufzeit oft leichter zu kalkulieren. Wenn neue Reichweite oder eine Lieferflotte fehlt, kann ein Marktplatz besser passen. Vergleiche dafür die Zahlen des eigenen Betriebs.

Gibt es eine Lieferando-Alternative ohne Provision?

GastroSprint und DISH Professional Order beschreiben Modelle ohne prozentuale Bestellprovision. Trotzdem können Monatspreis, Einrichtung, Onlinezahlungsgebühren oder Zusatzleistungen anfallen.

Muss ein Restaurant Lieferando kündigen?

Nein. Viele Restaurants können einen Liefermarktplatz für Reichweite nutzen und bekannte Gäste parallel in einen eigenen Bestellshop führen. Beide Kanäle müssen operativ und wirtschaftlich zusammenpassen.

Warum ist GloriaFood nicht in den Top 6?

GloriaFood meldet auf der eigenen Startseite, dass der Dienst eingestellt wurde und keine neuen Anmeldungen mehr annimmt. Für eine aktuelle Neuentscheidung ist das Angebot deshalb keine reguläre Option mehr.

Quellen und Produktgrundlage

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