Direktbestellungen im Restaurant steigern: sieben Hebel
Direktbestellungen brauchen einen wiedererkennbaren Weg zum eigenen Shop. Stammgäste sollten ihn auf der Website, im Google-Unternehmensprofil und im Restaurant leicht finden. Sieben praktische Maßnahmen helfen beim Aufbau, ohne unbewiesene Conversion-Versprechen.
Wie steigert ein Restaurant seine Direktbestellungen?
Mehr Direktbestellungen beginnen mit einem einfachen Weg zum eigenen Shop. Gäste sollten ihn überall dort finden, wo sie ohnehin mit dem Restaurant in Kontakt kommen. Verwende dafür eine einheitliche Adresse und einen klaren Hinweis. Im Betrieb muss der Bestellablauf zuverlässig funktionieren.
Der eigene Bestellshop sollte dort erscheinen, wo Gäste ohnehin nach Speisekarte, Öffnungszeiten, Telefonnummer oder Anfahrt suchen. Dazu gehören die Restaurantwebsite, das Google-Unternehmensprofil, soziale Netzwerke und gedruckte Materialien im Betrieb. Wiederholung ist gewollt: Ein Gast muss den Direktkanal häufig mehr als einmal sehen, bevor er ihn bei der nächsten Bestellung bewusst verwendet.
1. Den Bestellshop auf der eigenen Website priorisieren
Auf der eigenen Website bestimmt das Restaurant selbst, wie sichtbar der Bestellshop ist. „Online bestellen“ oder „Direkt beim Restaurant bestellen“ sagt Gästen mehr als ein allgemeines „Mehr erfahren“. Der Link gehört ins Hauptmenü und in den sichtbaren Einstiegsbereich. Auf dem Smartphone darf er nicht erst nach mehreren Umwegen auftauchen.
Der Link sollte direkt zur Bestellseite führen. Zusätzliche Zwischenseiten, unerwartete Weiterleitungen oder eine zweite Navigation machen den Weg unnötig länger. Wer schon bestellen möchte, braucht zuerst Speisekarte, Verfügbarkeit und Bestelloptionen. Eine weitere Produktvorstellung hilft an dieser Stelle nicht.
Prüfe auf Smartphone und Desktop:
- Ist „Online bestellen“ innerhalb weniger Sekunden sichtbar?
- Öffnet der Link den richtigen Restaurant-Bestellshop?
- Sind Lieferung und Abholung klar unterscheidbar?
- Werden Öffnungszeiten und vorübergehende Schließungen korrekt angezeigt?
- Bleiben Warenkorb und Bestellabschluss ohne horizontales Scrollen nutzbar?
GastroSprint kann in eine bestehende Restaurantwebsite eingebunden werden. Wenn Website, Bestellshop und App gemeinsam aufgebaut werden sollen, bündelt GastroSprint Complete diese Kontaktpunkte in einem Tarif. Wie Bestellshop und Dashboard zusammenspielen, zeigt der Funktionsüberblick.
2. Einen eindeutigen Bestelllink verwenden
Ein Restaurant sollte für öffentliche Hinweise möglichst dieselbe kurze Zieladresse verwenden. Unterschiedliche Links auf Flyern, Profilen und Social-Media-Beiträgen erschweren die Auswertung und können auf veraltete Seiten führen. Wenn Trackingparameter eingesetzt werden, muss die Zielseite trotzdem dieselbe bleiben.
Schreibe direkt an den Link, was danach passiert. Zum Beispiel: „Direkt bei uns online bestellen“, „Zur Abholung vorbestellen“ oder „Lieferung direkt beim Restaurant bestellen“. Ein allgemeiner Slogan lässt dagegen offen, wohin der Klick führt.
„Direkt“ bedeutet hier nur, dass die Bestellung über den eigenen Restaurantkanal eingeht. Daraus folgt kein Versprechen über Lieferzeit, Preisvorteil oder Verfügbarkeit. Nenne solche Vorteile nur, wenn sie für das Restaurant wirklich gelten.
3. Das Google-Unternehmensprofil aktuell halten
Viele Gäste suchen den Restaurantnamen zusammen mit Öffnungszeiten, Speisekarte oder Telefonnummer. Deshalb sollten alle öffentlich gepflegten Unternehmensangaben auf denselben aktuellen Stand verweisen. Ein vorhandener Bestelllink gehört zur richtigen Restaurant- und Standortseite und sollte nach Änderungen geprüft werden.
Wichtig ist die inhaltliche Übereinstimmung: Öffnungszeiten im Profil, auf der Website und im Bestellshop sollten sich nicht widersprechen. Abweichungen an Feiertagen oder bei vorübergehend eingeschränkter Lieferung müssen rechtzeitig gepflegt werden. Ein sichtbarer Bestelllink gewinnt kein Vertrauen, wenn der Shop anschließend unerwartet geschlossen ist.
Notiere intern, wer Änderungen am Unternehmensprofil verantwortet. Das verhindert, dass nur die Speisekarte im Bestellshop aktualisiert wird, während veraltete Öffnungszeiten an anderer Stelle bestehen bleiben.
4. Stammgäste im Restaurant ansprechen
Stammgäste sind ein geeigneter Startpunkt, weil sie das Restaurant bereits kennen. Der Hinweis auf den Direktkanal kann auf Speisekarten, Tischaufstellern, Kassenbelegen, Abholkarten oder Verpackungen stehen. Der Text sollte kurz sein und direkt neben einem lesbaren Link oder QR-Code erscheinen.
Ein QR-Code benötigt immer eine sichtbare Zielbeschreibung. Nur ein Quadrat ohne Text erklärt Gästen nicht, was nach dem Scannen passiert. Eine geeignete Zeile lautet beispielsweise: „Beim nächsten Mal direkt online bestellen: Speisekarte öffnen“. Vor dem Druck muss der Code mit mehreren Smartphones geprüft werden.
Bei der Abholung kann das Team den Bestellshop kurz erwähnen. Ein Verkaufsgespräch ist dafür nicht nötig: „Du kannst beim nächsten Mal auch direkt über unsere Website bestellen.“ Wichtiger ist, dass der Gast die Adresse später wiederfindet.
5. Soziale Netzwerke als Wegweiser nutzen
Social-Media-Profile eignen sich, um auf neue Gerichte, geänderte Öffnungszeiten oder den direkten Bestellweg hinzuweisen. Der Bestelllink sollte in der Profilbeschreibung oder einer dauerhaft auffindbaren Linkübersicht stehen. Einzelne Beiträge allein verschwinden schnell aus dem sichtbaren Bereich.
Konkrete Situationen sind hilfreicher als allgemeine Werbesätze. Verknüpfe etwa ein neues Gericht oder ein Abholfenster mit dem direkten Bestelllink. Auch die Frage „Heute lieber liefern lassen oder selbst abholen?“ kann dorthin führen. Preis, Verfügbarkeit und Öffnungszeit müssen dabei mit dem Shop übereinstimmen.
Verzichte auf künstliche Dringlichkeit und unbelegte Einsparungsversprechen. Verlässliche Angaben sind überzeugender, besonders wenn Gäste Einschränkungen nicht erst im Warenkorb entdecken.
6. Den Restaurantablauf stabil halten
Mehr Aufmerksamkeit bringt auch mehr Arbeit in Küche, Ausgabe und Lieferung. Bevor du den Bestellshop stärker bewirbst, muss das Team zusätzliche Aufträge bewältigen können. Jede Bestellung braucht eine klare Zuständigkeit und eine realistische Bearbeitungszeit.
Vor einer größeren Aktion sollte das Team wissen:
- Wer überwacht neue Bestellungen?
- Wer bestätigt oder korrigiert die Bearbeitungszeit?
- Wie werden nicht verfügbare Produkte behandelt?
- Wer entscheidet bei Rückfragen zu Lieferung oder Abholung?
- Wie werden Öffnungszeiten und Liefergebiete bei Engpässen angepasst?
Die Start-Checkliste für Online-Bestellungen trennt technische Einrichtung und betriebliche Verantwortung. Starte besser mit Stammgästen, bevor du eine größere Aktion planst. So fallen Schwachstellen im Ablauf früher auf.
7. Die richtigen Signale messen
Klicks allein sagen wenig über Direktbestellungen aus. Betrachte deshalb die einzelnen Schritte: Aufruf des Shops, Produktauswahl, gestarteter Warenkorb und abgeschlossene Bestellung. Wiederkehrende Besteller zeigen zusätzlich, ob der Kanal im Alltag angenommen wird.
Rückfragen aus dem Alltag helfen ebenfalls. Fragen Gäste wiederholt nach Mindestbestellwert, Liefergebiet, Produktvarianten oder Zahlungsarten, fehlen Informationen im Shop. Kläre diese Punkte, bevor du mehr Besucher auf den Bestellshop führst.
Für einen einfachen Monatsvergleich reichen:
- Anzahl der Besuche im Bestellshop
- Zahl der abgeschlossenen Direktbestellungen
- Anteil wiederkehrender Besteller, soweit datenschutzkonform auswertbar
- häufige Abbruchstellen oder Fehlermeldungen
- Rückfragen aus Restaurant, Abholung und Lieferung
Aus diesen Signalen lässt sich eine konkrete Verbesserungsliste ableiten. Zusätzliche Werbung würde bestehende Unklarheiten sonst nur mehr Gästen zeigen.
Direktkanal und Lieferportal parallel bewerten
Ein bestehender Lieferportal-Kanal muss nicht sofort verschwinden. Der eigene Bestellshop kann parallel starten und nach und nach bekannter werden. Die Kanäle können unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Ein Portal kann neue Reichweite bringen, während der Direktkanal Stammgäste zum eigenen Auftritt führt.
Wenn bekannte Gäste trotz vorhandenem Shop weiter über das Portal bestellen, hilft zuerst eine Ursachenprüfung. Der Ratgeber Warum Stammkunden weiter über Lieferando bestellen trennt Gewohnheit, fehlende Sichtbarkeit und Probleme im direkten Bestellablauf.
Die Seite Lieferando Alternative für Restaurants ordnet beide Wege sachlich ein, ohne fremde Vertrags- oder Provisionswerte zu behaupten. Für die eigene Entscheidung zählen die tatsächlichen Restaurantzahlen, der operative Aufwand und die Frage, über welchen Kanal Gäste wiederholt bestellen.
Mit einem Bestelllink beginnen
Beginne überschaubar: Platziere einen sichtbaren Bestellbutton auf der Website, verwende überall dieselbe Zieladresse und weise Stammgäste im Betrieb darauf hin. Prüfe danach, ob der Ablauf im Team funktioniert und welche Fragen Gäste stellen.
Wenn der eigene Bestellshop noch fehlt, zeigt das Online-Bestellsystem für Restaurants den Ablauf von Speisekarte bis Dashboard. In einer kostenlosen Demo lässt sich klären, wie gastrosprint in den vorhandenen Restaurantauftritt eingebunden werden kann.
Häufige Fragen
Wo sollte ein Restaurant seinen Bestelllink platzieren?
Der Bestelllink gehört gut sichtbar auf die eigene Website und kann zusätzlich im Google-Unternehmensprofil, in sozialen Netzwerken, auf Flyern, Speisekarten, Verpackungen und Abholbelegen eingesetzt werden.
Soll ein Restaurant Lieferportale sofort abschalten?
Nein. Ein eigener Direktkanal kann parallel aufgebaut werden. Das Restaurant entscheidet anhand der eigenen Abläufe und Ergebnisse, welche Kanäle dauerhaft sinnvoll sind.
Welche Kennzahlen zeigen, ob der Direktkanal funktioniert?
Sinnvoll sind getrennte Werte für Besuche des Bestellshops, gestartete Warenkörbe, abgeschlossene Bestellungen, wiederkehrende Gäste und häufige Abbruchstellen.
Quellen und Produktgrundlage
- gastrosprint: Online-Bestellsystem für RestaurantsProduktgrundlage für den browserbasierten Direktkanal und den Restaurantablauf.Abgerufen am
- gastrosprint: Lieferando-AlternativeGrundlage für die sachliche Trennung zwischen eigenem Direktkanal und Lieferportal.Abgerufen am

